Querschnittzentrum

In unserem hochmodernen Querschnittzentrum behandeln wir Patienten mit unfall- oder erkrankungsbedingter Rückenmarksschädigung, unabhängig vom Schweregrad und der Läsionshöhe, einschließlich Patienten mit beatmungspflichtiger, hoher Halsmarklähmung.

Unsere Abteilung gehört zu den derzeit 25 bundesweit anerkannten Behandlungszentren für Querschnittgelähmte und ist eine Modelleinrichtung der Bundesregierung.


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So unterschiedlich und individuell Läsionshöhe, Verletzungs­grad und persönliche Strategien des einzelnen Patienten in der Bewältigung der Krankheit sind – wir schöpfen alle Möglichkeiten aus, um jedem Patienten zur größtmöglichen Selbstständigkeit zu verhelfen.


Einrichtung und Ausstattung

Das 2007 eröffnete Gebäude wurde in jeder Hinsicht auf die Bedürfnisse unserer Patienten ausgerichtet: helle, großzügige, für Rollstuhlfahrer dimensionierte Zimmer z.T. mit weitem Blick über Rheintal und Sieben­gebirge. Telefon, Internet und TV, die von hoch gelähmten Patienten auch mit Kopf-, Mund- oder Sprachsteuerung bedient werden können – Patientenlifter­system und die Möglichkeit zur Beatmung und Monitorüberwachung sind vorhanden. Wir verfügen über ein breites Spektrum an Therapieeinrichtungen und Trainingsgeräten nach den neuesten Standards.


Sporttherapie

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Als Fortführung und Ergänzung der Physiotherapie hilft die Sporttherapie unseren Patienten, sich ausreichend zu bewegen und sinnvoll zu entspannen... >> weiter


Medizinische und therapeutische Möglichkeiten

Unter der Leitung von Dr. med. Andreas Hildesheim arbeitet ein multi­disziplinäres Team aus Ärzten, Therapeutischer Pflege, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sporttherapeuten, Psychologen und MitarbeiterInnen des Sozialdienstes eng zusammen. Ziel ist, die größtmögliche Selbstständigkeit und Lebensqualität unserer Patienten zu erhalten oder wieder herzustellen. Dazu gehört auch die Behandlung und Vorbeugung von lähmungstypischen Komplikationen.


Frührehabilitation querschnittgelähmter Patienten

Sofort nach Beendigung der Akutbehandlung übernehmen wir auch noch beatmungspflichtige oder intensivmedizinisch überwachungspflichtige Patienten.

Bei Patienten mit hoher Halsmarkschädigung leisten wir die sorgfältige Entwöhnung von der Beatmung oder, bei Notwendigkeit zur Langzeit- oder Dauerbeatmung, die Anpassung an eine Heimbeatmung.

Langjährige Erfahrung besteht in der Behandlung der schweren spinalen Spastik mittels Butulinumtoxin und der rückenmarksnahen (intrathekalen) Medikamentenapplikation.

In Zusammenarbeit mit einer kooperierenden Fahrschule werden Fahrstunden oder Fahrerprobungen in, für Querschnittgelähmte angepassten Fahrzeugen durchgeführt.

Wir stehen in ständigem fachlichen Austausch mit einschlägigen Behandlungszentren und den medizinischen Fachgesellschaften wie z.B. der „Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie“ DMPG. Die Ärzte, Pflege, Physio- und Ergotherapeuten sind langjährige Mitglieder in den Arbeitskreisen der DMPG und daher stets auf dem neuesten Stand der Behandlung Querschnittgelähmter.


Neurourologie

Dem Querschnittzentrum unmittelbar räumlich angeschlossen ist unsere hochmoderne Abteilung Neurourologie. Mit der Rehabilitation der neurogenen Blasenentleerungsstörung leistet sie einen zentralen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und der Vorbeugung von Komplikationen.


Kooperation mit der Universitätsklinik Bonn

Unser Querschnittzentrum wird mitgetragen vom Universitätsklinikum Bonn. Über diese enge Kooperation stehen uns alle therapeutischen Möglichkeiten der Universitätsklinik zur Verfügung. Alle operativen Eingriffe zur Behandlung lähmungstypischer Komplikationen oder zur Behandlung lähmungsunabhängiger anderer Erkrankungen werden dort durchgeführt.


Menschlicher Zuspruch und psychologische Begleitung

Wir unterstützen unsere Patienten bei der Verarbeitung ihrer Krankheit. Ein Team von erfahrenen Psychologen begleitet sie über ihren Aufenthalt bei uns.

tl_files/querschnittszentrum/querschnitt05.jpgAlle Mitglieder unseres Teams sprechen viel mit den Patienten und ihren Angehörigen. Auch, um ihnen wichtiges Wissen über die Erkrankung und den verantwortungs­bewussten, sorgsamen Umgang mit ihrer neuen Lebenssituation zu vermitteln.



Seit vielen Jahren arbeiten wir eng mit Selbsthilfegruppen und ehemaligen Patienten zusammen und können unseren Patienten auf diese Weise Beratung durch selbst Betroffene anbieten.


Perspektiven für die nachstationäre Zeit

Bei allen Fragen, wie es nach dem Klinikaufenthalt weiter geht, welche baulichen, pflegerischen oder beruflichen Hilfsmittel benötigt werden, helfen wir natürlich auch weiter und vermitteln die richtigen Ansprechpartner.


Zuständiger Arzt für den Schwerpunkt Querschnittzentrum:

Oberarzt Dr. med. Andreas Hildesheim, Facharzt für Neurologie