Sprachtherapie

In Folge neurologischer Krankheitsbilder ist oft die Sprachfähigkeit der Patienten betroffen – und damit einer der wichtigsten Punkte des sozialen Lebens: die Kommunikation mit der Umwelt.

Die Sprachtherapie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von zentral bedingten Sprach- und Sprechstörungen, Lese- und Schreibstörungen, Gesichtslähmungen und Schluckstörungen.


Die Sprachlosigkeit überwinden.

Menschen, die Schlaganfälle oder Schädelhirnverletzungen erlitten haben,
können sich oft weder mündlich noch schriftlich verständigen oder sie können den Äußerungen anderer nicht mehr ausreichend folgen. Manche sprechen undeutlich und haben Probleme mit Stimme und Atmung. Wieder andere haben Schluckstörungen unterschiedlichster Art und Ausprägung.

Ursache sind Störungen der zentralen Sprachzentren oder der Zentren im Gehirn, welche die für das Sprechen und Essen notwendigen Organe wie Zunge, Lippen, Rachen und Kehlkopf steuern.


Therapiebeginn zum frühesten Zeitpunkt

Für jeden Patienten planen wir die Therapie individuell und störungsspezifisch. Wir behandeln vor allem in  Einzeltherapie – und bieten Gruppentherapie, computergestützte Therapieverfahren und Klangtherapie ergänzend an.

Bei Patienten mit komplexen und multiplen Störungsbildern beginnen wir die Behandlung schon während der Phase der Frührehabilitation. Hier können wir die sonst üblichen standardisierten Testverfahren oft noch nicht anwenden. Erst schrittweise, während der Therapie, kommen wir zu einer genauen Beurteilung der Defekte.


Kleine Schritte mit großer Wirkung

Wir sehen täglich, wie wichtig kleine Fortschritte für unsere Patienten sind, die gesunde Menschen vielleicht kaum wahrnehmen:
Durch früh einsetzende sprachtherapeutische Maßnahmen können unsere Patienten zunächst lernen, Fragen zu bejahen oder zu verneinen, einfache Äußerungen aus ihrer Umgebung zu verstehen und mit Floskeln oder Gesten darauf zu reagieren. Bei günstigem Verlauf lernen unsere Patienten wieder verständlich zu sprechen, zu lesen und zu schreiben.
Erfolge wie diese ermutigen die Betroffenen, die langwierige Behandlung auch zu Hause engagiert fortzusetzen. Dadurch schaffen es viele unserer Patienten mit Unterstützung von Familie und Freunden, wieder am Alltag teilzunehmen.


Entwicklung persönlicher Perspektiven

Unser  Team aus Logopäden, Sprachheilpädagogen und klinischen Linguisten berät die Angehörigen, wie sie mit den kommunikativ oft schwer beeinträchtigten Patienten am besten umgehen – und hilft bei der Vermittlung in eine weiterführende Behandlung nach Beendigung des Klinikaufenthaltes.